Studienplätze · Humanmedizin
MedAT-Quote
Die Quotenregelung legt fest, wie die Plätze in Humanmedizin auf Österreich, die EU und den Rest der Welt verteilt werden.
- mind. 75 % Österreich-Kontingent
- mind. 95 % EU und Gleichgestellte
- max. 5 % Nicht-EU
- Zahnmedizin ohne Quote
Was die Quote regelt
Die MedAT-Quote steht im Universitätsgesetz, in § 71c Abs. 5. Sie gilt beim MedAT nur für Humanmedizin und sorgt dafür, dass der Großteil der Plätze an Leute mit österreichischer Matura geht.
Gereiht wird trotzdem nach Punkten. Die Quote legt nur Grenzen fest, innerhalb derer die Rangliste entscheidet. Wer gut abschneidet, bekommt einen Platz, egal aus welchem Kontingent.
100 Plätze, drei Grenzen
Stell dir einen Hörsaal mit 100 Plätzen vor. So teilt die Quotenregelung ihn auf.
Die ersten 75 Plätze sind für das Österreich-Kontingent reserviert, auch wenn dafür Leute weiter hinten in der Rangliste zum Zug kommen. Die nächsten 20 gehen an die Besten aus der EU, Österreich eingeschlossen. Nur bei den letzten 5 kann jemand aus dem Nicht-EU-Kontingent einen Platz bekommen.
Ein eigener EU-Topf ist die Lücke zwischen 75 und 95 Prozent nicht. Um diese Plätze konkurrieren alle aus der EU gemeinsam. Wie viele an Bewerber:innen aus Deutschland gehen, hängt allein von den Ergebnissen ab, mehr dazu unter MedAT für Deutsche.
Welches Kontingent für dich gilt
Entscheidend ist, wo du dein Reifezeugnis erworben hast, nicht deine Staatsbürgerschaft. Eine Österreicherin mit deutschem Abitur landet im EU-Kontingent.
| Deine Situation | Kontingent |
|---|---|
| Matura in Österreich, Staatsbürgerschaft egal | Österreich |
| Mindestens 5 Jahre Hauptwohnsitz in Österreich direkt vor dem ersten Studienantrag (selbst oder ein unterhaltspflichtiger Elternteil) | Österreich |
| Reifezeugnis aus Liechtenstein oder Luxemburg, das als gleichgestellt gilt | Österreich |
| Österreichische Staatsbürgerschaft, Abitur in Deutschland | EU |
| Abitur oder Matura in einem anderen EU-Land, im EWR oder in der Schweiz | EU |
| Drittstaat mit „Daueraufenthalt – EU“ | EU |
| US-Staatsbürgerschaft, Abitur in Deutschland | Nicht-EU |
| Drittstaat mit IB Diploma | Nicht-EU |
Das sind Beispiele, keine vollständige Liste. Für Sonderfälle wie Südtiroler Abschlüsse oder Auslandsschulen hilft die Checkliste zur Kontingent-Einteilung auf medizinstudieren.at. Was du sonst für den Test brauchst, steht bei den Voraussetzungen.
- 01Bei der Anmeldung angeben
Das Kontingent wählst du schon bei der Anmeldung zum MedAT-H.
- 02Bis zum Testtag korrigieren
Laut Checkliste kannst du eine falsche Angabe im MedAT-Account unter „Daten einsehen und ändern“ richtigstellen.
- 03Bei der Zulassung belegen
Erst dann wird geprüft. Stimmt die Zuordnung nicht, wird die Rangliste angepasst.
Zahnmedizin, gewidmete Plätze, Befristung
Hier gibt es keine Kontingente. Es zählt nur der Platz in der Rangliste. Wer zwischen beiden Studien schwankt, findet den Vergleich beim MedAT-Z.
Sie kommen laut Gesetz aus den 5 % der verbleibenden Plätze. 2026/27 waren es bis zu 87 in Humanmedizin. Wie das läuft, steht bei den gewidmeten Studienplätzen.
§ 71c ist im Rechtsinformationssystem derzeit bis 31. Dezember 2027 befristet. Ob die Regel danach verlängert oder geändert wird, entscheidet der Gesetzgeber.
MedAT ONE
Punkte sammeln statt Quoten rechnen
Am Ende zählt dein Platz in der Rangliste. In MedAT ONE übst du alle Untertests des MedAT-H mit Aufgaben im Stil des MedAT und schreibst Simulationen mit Zeitlimit.
- Simulationen für BMS, KFF und SEK
- Tagesdosis aus allen Testteilen
- Rechner für deinen Testwert

Häufige Fragen
Wie funktioniert die Quote beim MedAT?
In Humanmedizin sind mindestens 95 % der Plätze für EU-Bürger:innen und Gleichgestellte vorbehalten und mindestens 75 % aller Plätze für Personen mit österreichischem oder gleichgestelltem Reifezeugnis. Nicht-EU bekommt höchstens 5 %. Innerhalb dieser Grenzen entscheidet die Rangliste.
Gibt es einen festen Anteil für Deutsche?
Nein. Zwischen 75 % und 95 % liegt kein eigener Topf für das EU-Kontingent. Um diese Plätze konkurrieren alle aus der EU, auch Bewerber:innen mit österreichischer Matura.
In welches Kontingent komme ich mit deutschem Abitur?
In der Regel ins EU-Kontingent, auch wenn du die österreichische Staatsbürgerschaft hast. Entscheidend ist, wo du das Reifezeugnis erworben hast. Ausnahmen gibt es etwa bei fünf Jahren Hauptwohnsitz in Österreich.
Gilt die Quote auch für Zahnmedizin?
Nein. In Zahnmedizin gibt es keine Kontingente, dort zählt nur die Rangliste nach dem Testwert.
Kann ich mein Kontingent nach der Anmeldung ändern?
Laut der Checkliste auf medizinstudieren.at kannst du eine falsche Angabe bis zum Testtag in deinem MedAT-Account unter „Daten einsehen und ändern“ richtigstellen. Geprüft wird bei der Zulassung, mit Nachweisen.
Offizielle Infos
Verbindlich sind das Universitätsgesetz und die Angaben der Universitäten auf medizinstudieren.at. Dort findest du auch die genauen Regeln für jedes Kontingent.
- KontingentregelungÜberblick über Österreich-, EU- und Nicht-EU-Kontingent auf medizinstudieren.at
- Österreich-KontingentWer als gleichgestellt gilt, mit Nachweisen
- EU-KontingentWer mit EU-Bürger:innen gleichgestellt ist
- Nicht-EU-KontingentWer in das Nicht-EU-Kontingent fällt
- StudienplätzePlatzzahlen je Uni und Regeln der Vergabe
- § 71c UniversitätsgesetzDer Gesetzestext im Rechtsinformationssystem des Bundes
MedAT ONE ist ein unabhängiges Angebot und nicht mit den Medizinischen Universitäten Wien, Innsbruck, Graz oder der JKU Linz verbunden. Verbindlich sind die Angaben auf medizinstudieren.at und in den Verordnungen der Universitäten. Unsere Aufgaben sind selbst erstellt und im Stil des MedAT gehalten.
